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Sicherheit beim Online-Dating

Darauf sollten Sie unbedinfgt beim Online-Dating achten

Die Sicherheit beim Online-Dating betrifft drei Teilbereiche: die Seriosität des Anbieters in finanzieller Hinsicht, die Sicherheit der Daten und die Sicherheit beim Kennenlernen eines immerhin fremden Menschen, der sich als Stalker, Abzocker, manchmal als Gewalttäter oder auch einfach als Nervensäge entpuppen kann. Der letzte Punkt wird am häufigsten unterschätzt, er ist aber der wichtigste Aspekt, wenn es um Sicherheit beim Online-Dating geht.

Sicherheit beim Online-Dating: Wie seriös sind die finanziellen Angebote der Dating-Portale?

Dating-Portale in ihrer unterschiedlichen Ausrichtung – Singlebörse, Partnervermittlung, Seitensprungagentur oder Casual-Dating-Portal – tendieren immer dazu, ihre Kosten zu verschleiern. Das hat einen einfachen Hintergrund in der Verkaufspsychologie von Partnervermittlern, die sich quasi über Jahrhunderte entwickelt hat. In anderen Branchen wie bei Finanzdienstleistungen gibt es ähnliche Phänomene. Da ein Erfolg bei solchen Dienstleistungen nicht versprochen werden kann, der Dienstleister aber Aufwendungen hat, nimmt er den Kunden in Vorleistung und motiviert ihn zu diesem Zweck zunächst sehr kräftig, ohne die Kosten zu nennen. Das ist nicht illegal, der Gesetzgeber trägt dem mit der juristischen Definition der “Dienstleistung höherer Art” Rechnung, für die Vorkosten verlangt, aber nicht eingeklagt werden dürfen. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle die detaillierte Beschreibung der entsprechenden Verkaufstricks und ihrer Vorgeschichte ersparen (dazu könnte man Romane schreiben), beachten Sie einfach, dass Partnervermittler gern ihre Kosten irgendwo im Kleingedruckten verstecken. In vielen Fällen ist die Anmeldung kostenlos, wenn Sie aber jemanden kontaktieren möchten, müssen Sie bezahlen. Das hängt wiederum auch von Ihrer Person (also Ihrem Wert für den Partnerpool) ab.

Datensicherheit beim Online-Dating

Die Datensicherheit sollte gewährleistet sein, ist es aber nicht immer. Tests der Stiftung Warentest in den Jahren 2008 bis 2012 wiesen Datenlecks auch bei großen Portalen nach, die beunruhigend wirkten. Seit 2013 gab es keine entsprechenden Berichte mehr, was nicht automatisch bedeutet, dass alle Datenlecks auszuschließen sind. Diese können bedeuten, dass Hacker das Portal angreifen und E-Mail-Adressen, schlimmstenfalls sogar Bankdaten auslesen können. Wer hierbei Bedenken hat, sollte sich ein inzwischen etabliertes Portal mit guter Reputation suchen. Die Großen der Branche haben aus den Warentest-Berichten gelernt und nachgebessert, bei Newcomern kann da niemand ganz sicher sein. Ein weiterer Punkt bezüglich der Datensicherheit ist die nötige Zusicherung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Anbieters, dass die Daten keinesfalls zu Werbezwecken genutzt werden.

Was muss ich beim Kennenlernen bezüglich der Sicherheit beim Online-Dating beachten?

Diese Problematik ist sehr umfassend und wird wie oben erwähnt gravierend unterschätzt. Das betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Jeder Partnersuchende sollte bedenken, dass er eine intime Beziehung plant, die konfliktträchtig ist. Sämtliche Gewalttaten, Eigentumsdelikte und Belästigungen (Stalking) finden vorwiegend unter sich nahestehenden Personen statt, Ausgangspunkt sind persönliche Beziehungen. Folgende Dinge passieren:

  • Abgewiesene Bewerber – Männer wie Frauen – können nicht loslassen und bombardieren den begehrten, aber abweisenden Partner mit Beleidigungs-Mails. Wenn das Portal die Möglichkeit der Sperre anbietet (gilt als Standard) und man/frau sich vorläufig nur über das Portal kontaktiert, gehört dieser Fall zu den kleinsten Problemen.
  • Der Partner hat in seinem Profil gelogen und wirklich wichtige Dinge verschwiegen oder beschönigt. Das beginnt bei einem nicht aktuellen Foto (einige Jahre alt), einer Aufwertung per Fotoshop und falschen Angaben zum Alter, zur Körpergröße und Figur, setzt sich über falsche Berufs- und Familienangaben fort und kann sogar bedeuten, dass der Partner pleite ist oder zumindest viele Schulden bei Freunden und Familienangehörigen hat. Sie könnten die nächste Person sein, die dieser Partner anpumpt. Auch das muss sich nicht zum großen Problem auswachsen: Treffen Sie sich einige Male und bereden Sie Verschiedenstes. Es sind nur wenige echte Abzocker und Kriminelle unterwegs, die meisten Menschen deuten nach einigen Treffen ihre Probleme zumindest an.
  • Der Partner kann krank sein. Schützen Sie sich bei der Sexualität. Ein beiderseitiger Aids-Test vor dem ersten Sex ist gar nicht schlecht und kostet sehr wenig.
  • Der Partner kann einen latenten Hang zur Gewalttätigkeit (fehlende Impulskontrolle) haben. Das betrifft Männer und Frauen gleichermaßen und deutet sich oft schon im ersten Gespräch an. Diese Personen sind im Übrigen ganz furchtbar interessant und können einen Partnersuchenden nach Strich und Faden um den Finger wickeln. Denken Sie an das Wort von Friedrich Nietzsche: “Schurken sind immer gesellig.”

Wenn Sie nicht auf die Nase fallen wollen, treffen Sie sich so lange wie möglich auf neutralem Boden. Gehen Sie – wenn Sie es sich leisten können – zum Sex in ein Hotel. Wer erst einmal Ihre E-Mail-Adresse und die echte Adresse kennt, ist schlimmstenfalls nur schwer wieder loszuwerden.

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