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Bezahlen beim Online-Dating

Das Bezahlen beim Online-Dating funktioniert per Vorkasse. Das hat juristische Hintergründe, die weiter unten erläutert werden. Zunächst einmal müssen sich die Nutzer von Partnerportalen unterschiedlichster Art ihre bevorzugte Bezahlmethode überlegen.

Wie kann ich für das Online-Dating bezahlen?

Es gibt die üblichen Methoden wie in jedem Online-Shop, einige Varianten fallen aber weg. Dazu gehören aus erwähnten Gründen – nur Vorkasse funktioniert – die Nachnahme und der Rechnungskauf. Nachnahme kann bei einer Dienstleistung ohnehin nicht funktionieren, aber auch das Bezahlen einer Rechnung nach dem Erhalt von Partnervorschlägen funktioniert nicht. Dazu unten mehr. Ebenfalls wenden die meisten Online-Portale für das Dating kaum e-Wallets inklusive PayPal an. Was überall funktioniert, sind die folgenden Bezahlmethoden:

  • Kreditkarte: Sie geben Ihren Namen, die Kreditkartennummer, die Geltungsdauer der Kreditkarte und die drei- oder vierstellige Prüfnummer auf der Kartenrückseite an. Kreditkartenzahlungen gelten als nicht ganz so sicher wie die eigene Überweisung. Es gibt gelegentlich Hackerangriffe auf Online-Shops, weshalb seriöse Anbieter weitere Bezahlmethoden bereitstellen.
  • Bank- oder Lastschrifteinzug: Der Kunde überträgt seine Daten zum Anbieter, der daraufhin die Lastschrift auslöst. Das Verfahren gilt bei SSL-verschlüsselten Leitungen als sicher, nur weiß niemand, ob die Partnerbörse den Einzug wirklich nach Ablauf des Vertrages einstellt. Eine Lastschrift kann aber sechs Wochen lang bei der eigenen Bank widerrufen werden.
  • Vorkasse: Der Kunde erhält eine Rechnung per Mail und bezahlt diese selbstständig von seinem Konto aus. Sobald das Geld beim Anbieter eingegangen ist, wird dieser tätig.
  • Sofortüberweisung (eher selten): Hier bietet das Online-Portal ein Fenster an, von dem aus der Kunde über das Portal auf seine eigene Bank zugreift und dann wiederum selbstständig die Überweisung tätigt. Auch das gilt als sehr sicher, Kunden sind sich nur nicht sicher, ob der Anbieter nicht die Bankdaten “mitliest” (nein, das kann er nicht).

Bei all diesen Bezahlmethoden ist auf die SSL-Verschlüsselung zu achten, die am besten über eine Extended Validation (erweiterte Überprüfung) stattfindet. Die Browserzeile ist dann grün unterlegt (wie bei Banken und inzwischen selbst bei der Google-Suche), ein Hacken dieser Verbindung ist nach dem Stand der Technik von 2014 praktisch nicht möglich.

Gefahr durch 0900 Dialer

Es gibt sehr unseriöse Anbieter im Bereich der Seitensprungagenturen, die den Kunden auffordern, für den Zugang eine (kostenlose) Zugangssoftware herunterzuladen. Anschließend wird dessen Internetverbindung über eine 0900 oder auch 0190 Nummer umgeleitet, was enorme Kosten verursacht. Der Fall ist selten, muss aber beachtet werden: Klicken Sie solche Aufforderungen niemals an.

Warum funktioniert das Bezahlen beim Online-Dating nur per Vorkasse?

Partnervermittlung fällt nach geltender Rechtsprechung und allgemeiner juristischer Auffassung unter die “Dienstleistungen höherer Art”. Diese Dienstleister, zu denen beispielsweise auch die Finanzvermittler gehören, dürfen zwar Vorkasse verlangen, ihre Provision beim Kunden aber nicht einfordern (auch nicht nach erbrachter Leistung). Das versuchen sie zwar immer wieder, es schlägt aber regelmäßig vor Gericht fehl. Umgekehrt können Kunden ihre bezahlten Beiträge kaum jemals zurückfordern, weil sie diese schließlich nicht hätten bezahlen müssen, wie es im Juristendeutsch heißt. Aus dieser juristischen Gemengelage haben sich schon seit rund 100 Jahren bestimmte Spielregeln bei diesen Dienstleistungen etabliert: Der Dienstleister verlangt Vorkasse und leistet anschließend ordentlich. Wenn er das nicht macht und der Kunde dann vor Gericht zieht, muss der Dienstleister unter Umständen mit einer Niederlage rechnen, weil die Gerichte in diesen Fragen sehr verbraucherfreundlich urteilen. Das ist jedoch nicht sicher, weshalb einige Dienstleister mit dem Versuch auffallen, nach eingezogener Vorkasse doch nicht sehr ordentlich (aber kaum angreifbar) zu leisten. Im Bereich der Partnervermittlung finden sich in den AGB’n dann Formulierungen wie “Partnervorschläge aus dem Einzugsbereich der Agentur”. Das bedeutet, der Dienstleister wird dem Kunden zwar meistens nach besten Kräften ordentliche Partnervorschläge erstellen, wenn ihm das aber nicht gelingt, werden die Kriterien beschnitten: Entweder wohnen dann vorgeschlagene Partner recht weit weg (zu weit), oder Dinge wie Alter, Körpergröße, erst recht Bildungsstand, Interessen und so fort passen nicht mehr. Das ist das eigentliche Risiko für Kunden, die eine Partnerbörse oder Partnervermittlung im Voraus bezahlen.

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